Darmkrebszentrum

Darmkrebszentrum

Darmkrebs ist bei Männern in Deutschland die dritthäufigste Krebserkrankung, bei Frauen sogar die zweithäufigste. Durch die Fortschritte in Diagnostik und Therapie sind jedoch in den letzten Jahren die Heilungschancen deutlich verbessert worden. Von besonderer Bedeutung ist die Früherkennung durch eine Darmspiegelung. In diesem Rahmen können oft Vorstufen bösartiger Tumoren erkannt und entfernt werden bevor sich daraus der eigentliche Darmkrebs entwickelt.

Das Darmkrebszentrum Martha-Maria Nürnberg befasst sich interdisziplinär mit der Prophylaxe, Diagnostik, Therapie und Nachsorge auf dem Gebiet des Darmkrebses. Das Ziel ist eine enge Zusammenarbeit von Experten unterschiedlicher Fachrichtungen im ambulanten und stationären Bereich, die eine Behandlung des Darmkrebses mit hoher Qualität ermöglichen soll. In unserem Darmkrebszentrum können wir von der Diagnostik über die Therapie bis hin zur Nachsorge nahezu jede Untersuchung und Behandlung anbieten.


Leitung
Prof. Dr. med. Stephan Coerper
Chefarzt Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

stellvertretende Leitung
Prof. Dr. med. Dieter Schwab
Chefarzt Medizinische Klinik II (Gastroenterologie)

Sekretariat

Helga Roth
Sozialwirtin (FH) 
Management der Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie
Telefon: 0911 959-1201/ -1202
Telefax: 0911 959-1220
E-Mail: Helga.Roth@Martha-Maria.de
 
Julia Tschinkl
Dokumentationsassistentin der Chirurgischen zertifizierten Zentren
Gesundheits- und Krankenpflegerin / Study Nurse 
Telefon: 0911 959-1202/ -1201
Telefax: 0911 959-1220
E-Mail: Julia.Tschinkl@Martha-Maria.de
 
Befundanforderungen unter 0911 959-1965 

Leistungsspektrum
Diagnostische Möglichkeiten

Analmanometrie

Hierbei handelt es sich um die Messung der Funktion des Afterschließmuskels. Dazu wird ein dünner Katheter in den After mehrfach eingeführt und zurückgezogen, Das Messgerät erfasst dabei die Druckverhältnisse über die gesamte Länge des Schließmuskels. Dies gibt Hinweise darauf, ob nach bestimmten Operationen möglicherweise eine Stuhlhalteschwäche zu erwarten ist und nimmt so Einfluss auf die Planung des geeigneten Operationsverfahrens.

Rekto- und Proktoskopie

Dies sind die Spiegelungsuntersuchungen des Analkanals und des Mastdarms. Hierzu dienen starre optische Rohre, die es uns ermöglichen, Veränderungen der Schleimhaut im Mastdarm festzustellen und zum Beispiel den Abstand eines Tumors zum Schließmuskel zu messen, was entscheidenden Einfluss auf das zu wählende Operationsverfahren haben kann.

rekto-anale Endosonographie

Die Ultraschalluntersuchung des Analkanals mit einer in den After einführbaren Ultraschallsonde erlaubt es, die anatomische Struktur des Schließmuskels zu überprüfen oder die Tiefe festzustellen, in die ein etwaiger Tumor vorgewachsen ist. Diese Untersuchung ist beim Mastdarmkrebs von entscheidender Bedeutung, um die Patientinnen und Patienten zu diagnostizieren, die vor einer Operation des Krebses von einer vorbereitenden Strahlen- und Chemotherapie (neoadjuvante Therapie) Nutzen ziehen.

Koloskopie

Der sanfte Blick in das Innere des Dickdarms dient der Krebs-Vorsorge, aber auch der Diagnose einer ganzen Reihe von Erkrankungen des Dickdarms. Ein besonderer Schwerpunkt in unserem Krankenhaus ist die Entfernung von Dickdarmpolypen. Für die Entfernung auch großer oder ungünstig gelegener Polypen setzen wir u.a. speziell angefertigtes Instrumentarium ein, um bei bester Effektivität gleichzeitig größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten.

 

 

 

Computertomographie (CT)

Ein 64-Zeilen CT; ermöglicht zeitlich und räumlich hoch-aufgelöste Schnittbilder im Ganzkörperbereich

MRT

Mit der MRT ist heute die genaue Darstellung des Dünndarms ohne Belastung möglich. Desweiteren ist eine genaue Stadieneinteilung bei tiefen Enddarmtumoren möglich.

 

 

 

 

Therapeutische Verfahren

Endoskopische Verfahren

Der sanfte Blick in das Innere des Dickdarms dient der Krebs-Vorsorge, aber auch der Diagnose einer ganzen Reihe von Erkrankungen des Dickdarms. Ein besonderer Schwerpunkt in unserem Krankenhaus ist die Entfernung von Dickdarmpolypen. Für die Entfernung auch großer oder ungünstig gelegener Polypen setzen wir u.a. speziell angefertigtes Instrumentarium ein, um bei bester Effektivität gleichzeitig größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten.

  • Polypektomie, Mukosaresektion, submuskosale Dissektion
  • Blutstillung: Injektionstherapie, Cliptherapie, Thermodestruktion
  • Tumortherapie: Tumordestruktion, Stenttherapie
  • Ballondilatation

Minimal-Invasive-Verfahren

Schlüsselloch-Chirurgie in HD-Video-Technik

Mit modernster hochauflösender Videotechnik führen wir Operationen, die früher einen großen Schnitt benötigten, mit kleinsten Hautschnitten durch.

Diese Vorgehensweise hat mehrere Vorteile:

  • kleinere Narben, teilweise z.B.: im Nabel versteckt
  • schnellere Heilung
  • weniger Wundfläche
  • kleineres Risiko für Narbenbrüche
  • weniger Schmerzen

Bei diesem Vorgehen wird eine Optik über einen ca. 10mm großen Schnitt in die zu operierende Region (in die Bauchhöhle) eingebracht. Zusätzlich benötigt man je nach Operation noch weitere kleine 5- 12mm große Schnitte zum Einbringen der Spezialarbeitsinstrumente. Nun kann der Chirurg über einen HD-Monitor im Bauch operieren.

Durch die Vergrößerung des Optik-Kamera-Systems ist hier sogar ein genaueres Arbeiten möglich.

Dieses Verfahren kann bei bestimmten Indikationen in der Darm-Tumor-Chirurgie verwendet werden.

Konventionelle "offene" Verfahren

Bei schon fortgeschrittenen Tumoren oder bereits bestehenden Voroperationen im Bauchraum ist die konventionelle "offene" Operation die sinnvollere Vorgehensweise. Dabei wird über einen größeren Bauchschnitt der Tumor und das zugehörige Lymphabflussgebiet entfernt.

In seltenen Fällen ist die Anlage eines künstlichen Darmausganges (Stoma) entweder als vorübergehendes Stoma oder bei ganz tief sitzenden Enddarmtumoren auch als endgültiges Stoma notwendig. Alle Optionen werden mit den Patienten vorher ausführlich besprochen.

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