Geriatrie

Medizinische Schwerpunkte

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Für Sie als ältere Menschen ist Krankheit oft mit Unsicherheiten verbunden. Nach Operationen, Infekten oder  überstandenen akuten Krankheiten folgen rasch die bangen Fragen:

  • Wie soll es weiter gehen?
  • Werde ich wieder zurechtkommen?
  • Reicht meine Kraft aus, damit ich meinen Alltag wieder bewältigen kann?

Wir möchten Ihnen mit unserer Einrichtung helfen:

  • Sie haben hier Gelegenheit, wieder körperliche Kräfte zu sammeln und seelisch stabil zu werden.
  • Sie erhalten Hilfestellungen und Beratung verschiedenster Art, um in Ihrem Alltag wieder zurechtzukommen.
  • Sie haben Tag und Nacht kompetentes Personal in ihrer Nähe.

Im Vordergrund unserer Behandlung steht, dass Sie möglichst wieder selbstständig werden und dass Sie, wenn dies nicht vollständig gelingt, nach der Entlassung ausreichende Hilfestellungen erhalten.

 

Zu Beginn der Rehabilitationsbehandlung machen wir uns in ausführlichen Aufnahmegesprächen und -untersuchungen ein Bild von Ihrer derzeitigen Situation und Ihren Möglichkeiten.

Danach werden die Behandlungsziele und Therapie individuell mit Ihnen zusammengestellt je nach Ihren Fähigkeiten und Ihrer Belastbarkeit. Nach Ihren Wünschen beziehen wir auch Angehörige in Therapie und Entscheidungen mit ein.

Unsere Einrichtung ist integriert in die Medizinische Klinik am Krankenhaus Martha-Maria mit vielfältigem medizinischen Möglichkeiten, die auch der Geriatrischen Rehabilitation zu Verfügung stehen.

 

Sie hat 40 Plätze in Zweibettzimmer (in Einzelfällen auch Einbettzimmer). Die Patientenzimmer sind ansprechend eingerichtet und verfügen über behindertengerechte Badezimmer mit Dusche und WC, über Telefon und Fernsehapparat. In der direkt benachbarten Abteilung für Physikalische Therapie stehen Ihnen modern eingerichtete Therapieräume für Einzel- und Gruppenbehandlungen sowie eine Übungsküche  zur Verfügung.

Von der Station aus hat man direkten Zugang zum Patientenrundweg und zum Therapiegarten, der bei den Therapien genutzt wird, aber auch sonst zum Verweilen und Ausruhen einlädt.

 

Für welche Patientinnen und Patienten kommt eine Behandlung in der Geriatrischen Rehabilitation in Frage?

Die Rehabilitationsbehandlung ist für Menschen im Rentenalter

  • nach einer akuten Erkrankung oder Operation
  • bei Verschlechterung einer chronisch vorhandenen Erkrankung
  • bei zunehmenden Beeinträchtigungen, die die Weiterversorgung zu Hause gefährden.

Der behandelnde Klinikarzt oder Hausarzt beantragt für Sie die Rehabiliationsmaßnahme bei der Krankenkasse, die Kosten werden meistens übernommen.

 

Häufige Krankheitsbilder, die zur Aufnahme bei uns führen, sind:

  • Knochenbrüche  nach Stürzen oder durch andere Ursachen,
  • Behandlung nach verschiedensten Operationen oder akuten Krankheiten,
  • Schlaganfall oder
  • Verschlechterung bei chronischen Krankheiten

Sie wollen wissen, ob auch Sie bei uns behandelt werden können?

Bitte rufen Sie uns an!

Wir beantworten gerne Ihre Fragen und erklären Ihnen, wie eine Behandlung in der Geriatrischen Rehabilitation für Sie möglich wird.

Wer betreut Sie während Ihres Rehabilitationsaufenthaltes?

  • Ärztinnen und Ärzte stellen die Behandlungsmaßnahmen zusammen und überwachen Ihre Erkrankungen.
  • Pflegekräfte leiten Sie an, mehr und mehr Verrichtungen des Alltags wieder selbst zu übernehmen.
  • Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten sowie Masseurinnen und Masseure: Eine individuelle Bewegungstherapie verringert Schmerzen und verbessertdie Beweglichkeit, die Muskelkraft und die Mobilität.
  • Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen beraten Sie über ambulante Hilfsmöglichkeiten, über das Schwerbehindertenrecht, über die Pflegeversicherung und ähnliche Fragen.
  • Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten helfen Ihnen, Tätigkeiten des Alltags wieder selbstständig zu verrichten.
  • Logopädinnen und Logopäden versuchen, bei Sprach- und Schluckstörungen verloren gegangene Fähigkeiten wieder herzustellen.
  • Diätassistentinnen beraten Sie, wenn Ernährungsfragen während der Behandlung auftauchen.
  • Psychologinnen und Psychologen bieten spezielle Diagnostik und Therapien bei Depression oder nachlassendem Gedächtnis.
  • Seelsorger können Ihnen bei der Bewältigung von Problemen von Ihrem neutralen Standpunkt aus eine Stütze sein.

Wer als älterer Mensch krank wird, braucht ein starkes Netz, das ihn auffängt und hält

Sturzprophylaxe

Jeder Mensch hat ein Risiko zu stürzen, sei es durch Unachtsamkeit oder bei einer sportlichen Betätigung. Über dieses normale Risiko hinaus gibt es aber Stürze, deren Ursache in der Verminderung der Fähigkeit zur Vermeidung eines Sturzes liegt und Folge einer Verkettung von Risikofaktoren ist. Besonders älteren Menschen oder Menschen mit reduziertem Allgemeinzustand gelingt es oft nicht, den Körper in Balance zu halten oder ihn bei Verlust des Gleichgewichts wieder in Balance zu bringen bzw. Sturzfolgen durch intakte Schutzreaktionen auf ein Minimum zu reduzieren.

Von einem erhöhten Sturzrisiko wird gesprochen, wenn es sich um eine über das alltägliche Risiko hinausgehende Sturzgefährdung handelt. Dabei wird ein Sturz in Anlehnung an die Kellog International Work Group on the Prevention of Falls by the Elderly (1987) wie folgt definiert: „Ein Sturz ist jedes Ereignis, in dessen Folge eine Person unbeabsichtigt auf dem Boden oder auf einer tieferen Ebene zu liegen kommt.“

 

Ein mit zunehmendem Alter wichtigeres Thema
Sturzprophylaxe ist ein Thema, das alle Menschen angeht und mit zunehmendem Alter wichtiger wird, um unliebsame Folgen möglichst zu vermeiden. Dafür ist es zunächst wichtig zu erkennen, warum man stürzt, wer besonders sturzgefährdet ist und wie die Sturzgefahr nach Möglichkeit verringert werden kann. Wenn bereits Stürze aufgetreten sind, sollte genau nach der Ursache gesehen werden, um diese möglichst für die Zukunft zu vermeiden.

 

Verringerung von Sturzrisiken

Es gibt einiges, was wirksam zur Verringerung von Sturzrisiken beiträgt:

  • Aktivität steigern
  • Umweltanpassung
  • Medikamentenüberprüfung
  • Hilfsmittel, insbesondere Brillen, anpassen
  • Konzentration steigern

Aktivität ist in jedem Fall wichtig zur Sturzprophylaxe, allerdings gibt es bessere und weniger wirksame Trainingsformen. Grundsätzlich gilt:

  • Jung beginnen, um fit zu bleiben
  • Wenn später mit dem Training begonnen wird, muss die Aktivität in sicherer Umgebung begonnen werden und kann dann gesteigert werden
  • Regelmäßig mindestens zwei Stunden wöchentlich sind nötig, um einen Effekt zu erzielen
  • Das Training sollte die Anteile Kraft, Beweglichkeit und Gleichgewicht beinhalten, wobei unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt werden müssen, je nach Lebensumfeld

 

Vier bis fünf Millionen Stürze pro Jahr

Jeder Dritte über 65 Jahre stürzt statistisch mindestens einmal pro Jahr. In Deutschland ereignen sich pro Jahr ungefähr vier bis fünf Millionen Stürze. Aus 10 Prozent dieser Stürze resultieren behandlungspflichtige Verletzungen, beispielsweise Hüftgelenksbrüche, deren Anzahl sich auf mehr als 100.000 pro Jahr beläuft. Daneben kommt es zu 100.000 anderen Knochenbrüchen.
Physische Auswirkungen von Stürzen reichen von schmerzhaften Prellungen über Wunden, Verstauchungen und Frakturen bis hin zum Tod. Psychische Folgen können vom Verlust des Vertrauens in die eigene Mobilität über die Einschränkung des Bewegungsradius bis hin zur sozialen Isolation führen. Oft kommt es durch die Angst erneut zu stürzen, zu einem Teufelskreis, der die Sturzgefahr weiter erhöht. Nur 50 Prozent werden so mobil wie vor dem Sturz, 20 Prozent werden pflegebedürftig.

Wenn das Gedächtnis im Alter nachlässt

Viele Menschen bemerken, dass sie mit zunehmendem Alter vergesslicher werden. Handelt es sich dabei um eine normale Alterserscheinung oder möglicherweise um eine Demenz wie z.B. Alzheimer? Um dies feststellen zu können, ist eine ausführliche fachärztliche und neuropsychologische Untersuchung erforderlich.

Grundsätzlich verändert sich als natürlicher Prozess im Alter nicht nur die körperliche sondern auch die geistige Leistungsfähigkeit. So nehmen bereits im mittleren Lebensalter die Reaktionszeit oder Konzentrationsfähigkeit ab, Informationen werden langsamer verarbeitet, das Lernen von neuen Inhalten benötigt mehr Zeit. Wenn die Vergesslichkeit jedoch dauerhaft anhält oder sich verschlechtert, wenn sich das Verlegen von Dingen häuft, das Erinnern auch an wichtige Informationen immer schwerer fällt, dann können dies Hinweise auf eine Demenz sein.

 

Früh etwas dagegen tun
Eine frühzeitige Diagnose ist wichtig, um die Ursache der geistigen Beeinträchtigung zu bestimmen, die Erkrankung zu behandeln und den geistigen Abbau zu verlangsamen. Eine wichtige Rolle spielen hierbei Medikamente, kognitives Training z.B. in einer Gruppe mit anderen Betroffenen, körperliche Aktivität sowie insgesamt eine gesunde Lebensweise. Mittlerweile gibt es mehrere spezialisierte Ärzte und Diplom-Psychologen in Praxen und Kliniken, Gedächtnissprechstunden und Beratungsstellen, an die man sich wenden kann, wenn das Gedächtnis im Alter nachlässt.

Auch in unserer Klinik für geriatrische Rehabilitation ist eine neuropsychologische Diagnostik bei Verdacht auf Vorliegen einer Demenz möglich, verbunden mit einer ausführlichen Beratung sowie weiteren Diagnostik- und Therapieempfehlungen.

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