Medizinische Schwerpunkte

Harnleiterinkontinenz

Harninkontinenz - richtig behandeln und bequemer leben

Harninkontinenz betrifft Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Männer wie Frauen. Im Laufe des Lebens dominieren unterschiedliche Ursachen dafür, dass ein Mensch seinen Urinabgang gar nicht oder nicht immer kontrollieren kann. Im fortgeschrittenen Alter kommt es oft durch eine Beckenbodenschwäche zur Harninkontinenz. Männer, die an der Prostata operiert oder diese entfernt bekommen haben, neigen ebenso dazu. Doch die Harninkontinenz aus diesen sowie anderen Ursachen kann in der Urologie und/oder Gynäkologie erfolgreich behandelt werden, entweder konservativ oder operativ. Dadurch gewinnen die Patientinnen und Patientinnen an Unabhängigkeit und Lebensqualität.

Darum lohnt es sich, unser Angebot zur Diagnostik und Therapie zu nutzen. Sprechen Sie uns auf Ihre Möglichkeiten an.

Was ist Harninkontinenz?

Laut der Internationalen Kontinenzgesellschaft (ICS) gilt jeglicher unwillkürlicher Urinverlust mit sozialen und hygienischen Problemen und objektiver Nachweisbarkeit als Harninkontinenz. Millionen von Menschen in Deutschland sind betroffen - auch daher werden die Behandlungsmöglichkeiten immer besser.

Wir unterscheiden zwischen fünf Formen der Harninkontinenz:

Belastungsharninkontinenz oder Stressinkontinenz:

Hierbei handelt es sich um eine Störung im Bereich des Verschlussapparates (Schließmuskel) der Blase. Bei körperlicher Belastung geht der Urin meist spritzerartig verloren, etwa beim Husten, Lachen oder schnellen Aufstehen. Dabei kommt es zu einer Druckerhöhung in der Blase. Die Stressinkontinenz findet sich am häufigsten bei Frauen und tritt bei Männern fast nur nach Operationen wie einer Radikaloperation oder transurethralen Ausschabung der Prostata (TURP) auf.

Auch die Belastungsharninkontinenz kann weiter unterteilt werden, wir kennen drei Schweregrade:

  • Grad 1: Urinverlust beim Husten, Lachen und Niesen
  • Grad 2: bei abrupten Körperbewegungen (Aufstehen, Wäsche aufhängen etc.)
  • Grad 3: Inkontinenz bei unangestrengten Bewegungen, im Liegen

Dranginkontinenz:

Dabei kommt es zum Urinverlust nach einem plötzlich auftretenden Harndranggefühl, das nicht unterdrückbar ist. Der Urinverlust ist meist schwallartig. Etwa 17 Prozent unserer Bevölkerung über 45 Jahren leiden an dieser Form der Blasenstörung. Wir unterscheiden zwischen zwei Formen der Dranginkontinenz:

  • der sogenannten motorischen Form mit einem unwillkürlichen Zusammenziehen des Blasenmuskels (motorische Dranginkontinenz) und
  • dem plötzlich auftretenden starken Harndranggefühl, ohne dass sich der Blasenmuskel zusammenzieht (sensorische Dranginkontinenz).

Überlaufinkontinenz:

Hierbei tritt der Urinverlust bei übervoller Blase auf, ohne dass sich der Blasenmuskel zuvor zusammenzieht. Dahinter steckt ursächlich oft eine schon lange bestehende Verengung des Blasenauslasses, bei Männern in der Regel aufgrund einer Prostatavergrößerung mit Überdehnung der Blase, bei Frauen durch eine Blasensenkung mit Abknicken der Harnröhre. Doch auch verschiedene Medikamente, die den Blasenmuskel lähmen, begünstigen diese Form der Harninkontinenz.

Reflexinkontinenz:

Diese Form der Inkontinenz besteht ausschließlich bei neurologischen Erkrankungen des Rückenmarkes. Durch die Erkrankung des Rückenmarks ist dem Gehirn des Patienten/der Patientin die Kontrolle über die Blase entzogen. Es kommt zum ungewollten Urinverlust, weil sich die Blase ab einem gewissen Grad der Füllung unkontrolliert zusammenzieht.

Extraurethrale Inkontinenz:

Diese seltene Form der Harninkontinenz tritt bei Kindern durch eine angeborene Fehlbildung des unteren Harntraktes auf. Beispielsweise kann der Verschlussapparat der Blase durch eine Fehlmündung des Harnleiters unterhalb des Blasenschließmuskels ausgeschaltet sein. Die meisten Kinder werden allerdings früh operiert. Bei Erwachsenen sehen wir diese Form der Inkontinenz ausschließlich nach Operationen, die zum Beispiel zu einer Fistelbildung zwischen Blase oder Harnleiter und Scheide geführt haben.

Nieren- und Harnleitersteine

Nieren- und Harnleitersteine - sehr schmerzhaft und gut behandelbar

Die Behandlung von Nieren- oder Harnleitersteinen wird in unserer Urologischen Klinik häufig und erfolgreich durchgeführt. Hierzu stehen in unserer Abteilung modernste diagnostische wie auch operative Verfahren zu Verfügung. Die Therapie erfolgt nach den neuesten Leitlinien und richtet sich dabei neben der individuellen Patientengeschichte, an die Steinlage – größe und Steinart.

Durch minimalinvasive Eingriffe wie der semiregiden und flexiblen Harnleiter- und Nierenspiegelung (Ureterorenoskopie) können kleinere Steine des Harntraktes schonend entfernt werden. Größere Steine können durch die Anwendung eines Lasers (Laserlithotripsie) oder durch Ultraschall zerkleinert und entfernt werden. Bei sehr großen Nierensteinen erfolgt ein direkter endoskopischer Zugang zur Niere worüber die Steine entfernt werden können (perkutane Nephrolitholapaxie). Um dies möglichst schonend durchzuführen, verwenden wir in unserer Klinik meist „Mini“- Endoskope (Mini- PNL).

Steinleiden prägen den Behandlungsalltag in der Urologie, und je nach Lage und Größe der Steine kommen ganz unterschiedliche Verfahren zum Einsatz. Zur Therapie größerer Nierensteine eignet sich die perkutane Nephrolitholapaxie besonders gut: Mit einem Nephroskop, einem Endoskop speziell für die Niere, können wir die Steine minimalinvasiv erreichen, zertrümmern und schließlich entfernen. Zuvor muss das Nierenhohlraumsystem perkutan punktiert und der Punktionskanal so erweitert werden, dass dies möglich ist. Dieser endourologische Eingriff ist ebenso schonend für die Patienten wie sicher, wenn erfahrene Chirurgen ihn vornehmen.

Tumor der Niere und des Harnleiters

Tumor der Niere und des Harnleiters

Tumore der Niere und des Harnleiters sind selten und können dank moderner Medizin häufig frühzeitig erkannt und organerhaltend behandelt werden.  Neben hochmodernster Diagnostik steht Ihnen in unserer Klinik das gesamte Spektrum der operativen und medikamentösen Therapie zur Verfügung.  Hierbei orientieren wir uns stets an den neuesten Leitlinien und Forschungserkenntnissen.  Die Wahl der Therapie ist dabei von der Tumorart, der Tumorgröße und Lage abhängig und orientiert sich stets an der Patientensituation. 

Zur operativen Therapie stehen bei uns folgende Eingriffe zu Verfügung:

  • Endurologische (minimalinvasive) Operationen bei Harnleiter- oder Nierenbeckentumoren
  • Laparoskopische (Schlüssellochchirurgie) Nierentumorentfernung, Nierenteilentfernung oder Entfernung der Niere
  • Offen chirurgische  Nierentumorentfernung, Nierenteilentfernung oder Entfernung der Niere
  • Offen chirurgische Entfernung von Metastasen

Neben der operativen Therapie bieten wir zudem die Möglichkeit einer medikamentösen Tumortherapie mit stationären Aufenthalt (Chemotherapie oder Immuntherapie).

Hier finden Sie Ihre Ansprechpartner.

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