Eine angeborene Hüftdysplasie, etliche Operationen und ein Alltag, in dem zuletzt selbst einfache Wege zur Qual wurden: Jahrelang schob Vanessa Attanasi den Eingriff für ein künstliches Hüftgelenk vor sich her. Der Grund: Sie hatte Angst, dass eine Hüftprothese nur 15 Jahre hält. Am Krankenhaus Martha-Maria St. Theresien fand die 39-jährige Nürnbergerin die passende Lösung. Drei Monate nach der Operation blickt die zweifache Mutter in einen völlig veränderten Alltag.
Wer Vanessa Attanasi heute begegnet, erlebt eine lebensfrohe, aufgeschlossene Frau, mit der man sofort ins Gespräch kommt. Dass hinter der 39-Jährigen eine lange Leidensgeschichte liegt, sieht man ihr nicht an. Sie kam mit einer Hüftdysplasie zur Welt, die erst spät erkannt wurde. Bereits im Alter von 18 Monaten folgte die erste Operation mit Schrauben und Platten. Krankengymnastik gehörte von da an zu ihrem Leben.
Im Alter von 15 Jahren stand ein weiterer Eingriff an. Zwar war die Beweglichkeit der Hüfte weiterhin eingeschränkt, doch Vanessa Attanasi konnte ihren Alltag zunächst gut bewältigen. „Mir wurde damals allerdings immer gesagt: Die neue Hüfte bitte so lange wie möglich hinauszögern“, erinnert sich die zweifache Mutter. Dahinter steckte die Angst, ein künstliches Gelenk halte womöglich nur 15 Jahre – und die Sorge, noch vor der Rente im Rollstuhl zu landen.
Wenn selbst der Alltag mit zwei Kindern zur Belastung wird
Mit der ersten Schwangerschaft kehrten die Schmerzen langsam zurück. Nach der Geburt ihres zweiten Kindes (heute 10 und 5 Jahre alt) wurden die Beschwerden von Jahr zu Jahr intensiver. Gehen, langes Sitzen, selbst alltägliche Wege im Haushalt – alles kostete zunehmend Überwindung. Für eine junge Mutter eine enorme Einschränkung: Mit den Kindern im Garten rennen, spontan toben oder Ausflüge machen war schlicht nicht mehr möglich.
Vor Weihnachten fällte sie schließlich einen Entschluss: 2026 sollte das Jahr werden, in dem sie wieder schmerzfrei laufen kann. Über Bekannte wurde ihr das zertifizierte Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung an der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Krankenhaus Martha-Maria St. Theresien empfohlen. Bei der Erstuntersuchung im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) wurde aufgrund der komplexen Vorgeschichte direkt Chefarzt Prof. Dr. Carl eingebunden. Bereits in diesem ersten Beratungsgespräch gelang es dem Experten, der Patientin die tief sitzende Sorge vor einer zu kurzen Haltbarkeit des neuen Gelenks zu nehmen.
„Wir schauen uns jeden Patienten ganz individuell an und zwar mit Blick auf die jeweiligen Bedürfnisse, das Alter und die Lebensgewohnheiten. Darauf stimmen wir hier das passende Behandlungskonzept ab“, erklärt Chefarzt Prof. Dr. Carl. „Gerade bei jüngeren, aktiven Menschen wie Frau Attanasi geht es darum, die Sorge bezüglich der Haltbarkeit zu nehmen und eine Lösung zu wählen, die volle Belastbarkeit bietet, uns für die Zukunft aber alle Optionen offenlässt. Wir haben uns daher für ein seit Jahrzehnten bestens bewährtes Implantat entschieden, mit zementfreier Verankerung: Es wächst fest in den Knochen ein, bietet hervorragende Standzeiten von oft 30 Jahren und mehr und lässt sich, falls es im höheren Alter nötig sein sollte, sehr knochenschonend wechseln.“
Persönliche Begleitung rund um die OP
Nach dem ausführlichen Beratungsgespräch war die Erleichterung groß – und der Entschluss gefasst. Am 27. April war es schließlich so weit: Im Krankenhaus Martha-Maria St. Theresien stand die Operation an. Die Anspannung an diesem Morgen war spürbar, doch als Prof. Dr. Carl kurz vor dem Eingriff noch einmal persönlich auf der Station vorbeisah, gab das Vanessa Attanasi die nötige Sicherheit. Auch als sie im Aufwachraum nach der OP wieder zu sich kam, war der Chefarzt direkt da und gab Rückmeldung: Alles ist optimal verlaufen!
Schon am Tag nach dem Eingriff begann das Therapeutenteam der Klinik mit der Gehschulung. Von Tag zu Tag klappte die Bewegung besser. Bereits Ende der Woche lief die Nürnbergerin sicher über die Flure des Krankenhauses und spürte, dass sich dieser Schritt mehr als gelohnt hatte.
Urlaub, Tanzen und ein schmerzfreies Leben
Nach dem Klinikaufenthalt und einer Woche Reha folgte im Juli die Nachkontrolle. Die Röntgenbilder bestätigten den perfekten Sitz der Prothese. Und was noch viel wichtiger war: Die Zusage der Ärzte, dass dieses Gelenk rund 30 Jahre halten kann und selbst danach ein Wechsel problemlos möglich wäre. Die Angst vor dem Rollstuhl ist damit endgültig vom Tisch – Vanessa Attanasi ist dann Ende 60 und hat alle Optionen.
Drei Monate nach dem Eingriff ist die Veränderung im Alltag enorm: Die Krücken aus den ersten Wochen nach der OP sind längst im Schrank verstaut, sie spürt die Prothese überhaupt nicht mehr und trainiert fleißig den Muskelaufbau. Gemeinsam mit ihren Kindern fährt sie wieder Fahrrad, geht spazieren und tobt durch den Garten. Auch ihr Mann zeigt sich erleichtert über den Ausgang: „Dank Ihnen läuft meine Frau wieder“, meinte er beim Kontrolltermin rückblickend zu Prof. Dr. Carl.

Jetzt steht erst einmal der Sommerurlaub bei der Familie im Süden Italiens an – auf Strand, Meer und Schwimmen freuen sich alle vier riesig. Und für die Zeit danach sind neue Pläne geschmiedet: ein gemeinsamer Tanzkurs mit ihrem Mann und einmal eine ganze Nacht durchtanzen. Etwas, das jahrelang völlig unvorstellbar war.
Kontakt zu unserem EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung am Krankenhaus Martha-Maria St.Theresien:
Telefonisch unter 0911 959 1290 oder 0911 959 1281