Wer kontrollierten Druck auf Extremitäten ausüben möchte, kann auf die Kompressionstherapie setzen. In der 78. Folge von „gut gepflegt“, dem Pflege-Podcast aus dem Unternehmen Menschlichkeit, klärt Pflegewissenschaftler Lucas Waurick über Chancen und Risiken auf.
„Theoretisch kann jede Pflegekraft eine Kompressionstherapie durchführen. Praktisch können nicht alle Pflegekräfte evaluieren, ob sie Nutzen oder Schaden bringt.“
So versuchtLucas Waurick, Pflegewissenschaftler, Gesundheits- und Krankenpfleger am Krankenhaus Martha-Maria St. Theresien und Pflegestudent im Master, die Chancen und Risiken einer Kompressionstherapie zu schildern.
Ärztlich angeordnet, von der Pflege durchgeführt
Die Durchführung der Kompressionstherapie erfolgt durch die Pflege. Vorab ist allerdings eine Anordnung durch ärztliches Personal notwendig, da es eine medizinische Indikation braucht.
Dabei geht es beispielsweise um das jeweilige Krankheitsbild und mögliche Kontraindikationen. Denn auch eine Kompressionstherapie ist nicht immer zielführend.
Bei der Durchführung ist es essenziell, die betroffene Stelle fortlaufend zu beobachten, Druckevaluationen durchzuführen, das richtige Material zu verwenden und die Haut zu kontrollieren.
Vom Novizen zum Meister
Je mehr Erfahrungen eine Pflegekraft mit der Kompressionstherapie sammeln kann, desto höher ist das eigene Level an Expertentum. Oder wie es Lucas Waurick ausdrückt:
„Das Gefühl für das richtige Handling von Bandagierungen kommt erst mit den Jahren.“
Wer sich schon als Berufseinsteiger für die Kompressionstherapie interessiert, sollte auf die Lehrer in der Berufsfachschule für Pflege zugehen oder erfahrenere Kolleginnen und Kollegen auf Station um Hilfe bitten.
Regelmäßige Fort- und Weiterbildungen sind auch für langjährige Pflegekräfte sinnvoll, da sich durch die Akademisierung der Pflege und neue wissenschaftliche Erkenntnisse Leitlinien und Verfahrensanweisungen verändern und altes Wissen überholt wird.
Erfolgsmessung und Differenzierung
Wie lässt sich feststellen, ob die Kompressionstherapie die gewünschte Wirkung zeigt? Was sind die Unterschiede zu Bandagierung, Druckverbänden und Lymphdrainage? Und: Wie werden neue Leitlinien in den Pflegealltag übersetzt?
Diese und weitere Fragen beantwortet Lucas Waurick im Gespräch mit Christian in der 78. Folge von „gut gepflegt“, dem Pflege-Podcast aus dem Unternehmen Menschlichkeit.
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