Untersuchungen

im Institut für Radiologie am Krankenhaus Martha-Maria in Nürnberg

Computertomografie

Die Computertomografie (CT) arbeitet mit Röntgenstrahlung. Während Sie auf einer Liege liegen, rotieren eine Röntgenröhre und Detektorsysteme um Ihren Körper. Dabei werden die von der Röntgenröhre ausgesendeten Röntgenstrahlen, je nachdem auf welche Körperstrukturen sie treffen, unterschiedlich stark absorbiert. Die so abgeschwächten Strahlen treffen schließlich auf Detektorsysteme, welche die Schwächungsunterschiede mithilfe von Computern in hochaufgelöste Bilddaten umwandeln können. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Röntgenbild stehen die Bilder dem Radiologen unmittelbar nach der Untersuchung nicht in zweidimensionaler, sondern in dreidimensionaler Form zur Befundung zur Verfügung und erlauben so die Beurteilung selbst winziger Strukturen wie zum Beispiel der Gehörknöchelchenkette aus allen Richtungen. Die Untersuchung ist schmerzfrei.

Untersuchungsablauf

Vor der Untersuchung werden Sie von ärztlichem Personal umfangreich aufgeklärt und haben die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Sollten Sie nach der Aufklärung keine weiteren Fragen haben und mit der Untersuchung einverstanden sein, kann das CT durchgeführt werden. Während der nur wenige Sekunden dauernden CT-Bildgebung ist es besonders wichtig, dass Sie ruhig liegen bleiben. Damit lässt sich eine optimale Bildqualität gewährleisten. Sie werden im Untersuchungsraum jederzeit von unserem Personal mit Hilfe eines Monitors überwacht und können über eine Gegensprechanlage mit uns kommunizieren.

Brauchen wir Kontrastmittel?

Die CT verfügt zwar über eine sehr hohe Detailauflösung, manchmal reicht diese aber nicht aus, um gesundes Gewebe von erkranktem Gewebe zu unterscheiden. In diesem Fall ist die Gabe von Kontrastmittel sinnvoll, damit ein aussagekräftiger Befund erstellt werden kann. Das Kontrastmittel ist eine wasserlösliche, jodhaltige Flüssigkeit, die in der Regel gut vertragen wird.

Wann kann die CT eingesetzt werden?

Es lassen sich innerhalb weniger Sekunden überlagerungsfreie Bilder Ihres Körpers erzeugen. Dabei kann die CT für alle Körperregionen von Kopf bis Fuß eingesetzt werden. Ob in Ihrem Fall die CT die bildgebende Methode der Wahl ist, hängt von Ihrer individuellen Fragestellung ab. Unser Team wird mit Ihnen gemeinsam über die sinnvollste und bestmögliche radiologische Bildgebung in Ihrem Fall entscheiden.

Wann darf eine CT nicht durchgeführt werden?

Es gibt nur wenige Gründe, warum eine CT-Untersuchung nicht oder nur in Notfällen eingesetzt werden sollte. Besondere Vorsicht ist bei folgenden Patientengruppen geboten:

  • Kinder oder Schwangere aufgrund der Strahlenbelastung
  • Patienten mit bekannter allergischer Reaktion gegen CT-Kontrastmittel
  • Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, Schilddrüsenüberfunktion oder der Einnahme bestimmter Medikamente wie Metformin bei Diabetikern aufgrund des CT-Kontrastmittels

Ihr betreuender Radiologe erkundigt sich im Vorfeld bei Ihnen über mögliche Gegenanzeigen für eine CT-Untersuchung.

Wie hoch ist die Strahlendosis?

Unsere CT-Scanner sind mit modernster Technik ausgestattet und erlauben uns Niedrigdosisuntersuchungen aller Körperregionen bei optimaler Bildqualität. Dadurch ist es zum Beispiel möglich eine Herz-CT Untersuchung bei sehr schlanken Patienten mit einer vergleichbaren Strahlenbelastung wie auf zwei Langstreckenflügen anzubieten.

Magnetresonanztomografie

Bei der Magnetresonanztomografie (MRT) wird mit Hilfe eines starken Magnetfeldes und ausgesendeter Radiowellen eine Reihe von Bildern erzeugt. Dabei spielen Wasserstoffkerne im menschlichen Körper eine wichtige Rolle, denn sie richten sich entsprechend des starken Magnetfeldes aus - das ist nicht gefährlich und nicht mit Schmerzen verbunden. Im Gegensatz zur Röntgendiagnostik und Computertomografie kommt die MRT deswegen ohne jegliche Röntgenstrahlung aus und ist besonders für Weichteile geeignet. Die Untersuchungszeiten sind dafür allerdings länger als in der Röntgen- oder CT-Bildgebung. Je nach Körperregion und individueller Fragestellung dauert sie 15-45 Minuten.

Untersuchungsablauf

Wie bei einer CT-Untersuchung werden Sie vor der Untersuchung von dem für Sie zuständigen Radiologen umfangreich aufgeklärt und haben die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Sollten Sie nach der Aufklärung keine weiteren Fragen haben und mit der Untersuchung einverstanden sein, kann die MRT durchgeführt werden. Der Untersuchungsraum darf aufgrund des ständig wirksamen Magnetfeldes nicht mit metallischen Gegenständen betreten werden. Dies gilt unter anderem auch für Scheckkarten oder Handys, die in der Umkleide verbleiben müssen. Wertsachen werden während der Untersuchung sicher aufbewahrt. Während der MRT liegen Sie auf dem Rücken in einer Röhre mit einem großzügigen Durchmesser von 70 cm. Es kommt zu Klopfgeräuschen, die durch schnell wechselnde Magnetfelder verursacht werden. Daher erhalten Sie unmittelbar vor der Untersuchung Gehörschutz und/oder Ohrenstöpsel. Während der Messungen ist es besonders wichtig, ruhig liegen zu bleiben und eventuelle Atemkommandos so gut wie möglich zu befolgen. Unser Team überwacht Sie mit Hilfe eines Monitors und steht mit Ihnen über eine Gegensprechanlage in Verbindung.

Brauchen wir Kontrastmittel?

Die MRT verfügt über einen hervorragenden Weichteilkontrast, so dass die meisten Untersuchungen auch ohne Kontrastmittel durchgeführt werden können. Allerdings hängt es von Ihrer individuellen Fragestellung und der zu untersuchenden Körperregion ab, ob Kontrastmittel benötigt wird oder nicht. Bei der Frage nach entzündlichen Veränderungen oder Tumordiagnostik liefert das Kontrastmittel häufig entscheidende Informationen, da es von erkrankten bzw. verändertem Gewebe anders aufgenommen wird als von gesundem Gewebe. Im Gegensatz zum CT-Kontrastmittel sind MRT-Kontrastmittel nicht jodhaltig, sondern gadoliniumhaltig. Das bei uns verwendete MRT-Kontrastmittel wird in der Regel gut vertragen und es treten selten allergische Reaktionen auf.

Wann wird die MRT eingesetzt?

Die MRT wird bei vielfältigen Fragestellungen eingesetzt und ist ein wesentlicher Bestandteil moderner radiologischer Diagnostik. Häufig kommt sie bei Untersuchungen des Gehirns, der Wirbelsäule und der Sehnen, Bänder und Gelenke zum Einsatz. Darüber hinaus liefert sie wichtige Informationen über Veränderungen von Weichteilen, Organen und Gefäßen. Ihr betreuender Radiologe wird mit Ihnen gemeinsam über die sinnvollste und bestmögliche radiologische Bildgebung in Ihrem individuellen Fall entscheiden.

Wann darf eine MRT nicht durchgeführt werden?

Metallimplantate wie Herzschrittmacher, Defibrillatoren oder Cochleaimplantate können die Bildqualität deutlich verschlechtern und zu unerwünschten Wechselwirkungen mit dem angrenzenden Gewebe führen. In diesen Fällen kann die Untersuchung nur mit MRT tauglichen Herzschrittmachern oder Defibrillatoren durchgeführt werden. Alle nicht fest implantierten magnetisierbaren Gegenstände (Uhren, Bankkarte sowie andere Magnetstreifenkarten, Münzen, Haarnadeln, Brille, Schmuck, etc.) sind vor Betreten des Untersuchungsraumes abzulegen, da es ansonsten zu unerwünschten Wechselwirkungen mit dem Magnetfeld kommen kann. Großflächige, mit metallischen Farbpigmenten verunreinigte Tattoos können zu Verbrennungen führen und in Schminke enthaltene metallische Farbpigmente können die Bildqualität insbesondere bei Untersuchungen der Kopfregion beeinträchtigen. Daher würden wir sie bitten, am Untersuchungstag nur wenig Schminke zu tragen. Bei Schwangeren wird die MRT nur in Ausnahmefällen eingesetzt.

Unproblematisch sind in der Regel:

  • Gefäßprothesen (Stents)
  • Gelenkersatz
  • künstliche Herzklappen
  • Drahtcerclagen z.B. nach Herz-OP
  • Zahnimplantate

Sollte eine MRT bei Ihnen nicht durchführbar sein, kann Ihre Diagnostik eventuell mit einer CT, einer Röntgenuntersuchung oder einer Sonografie erfolgen.

Röntgen

Trotz der immer weiter zunehmenden Verfügbarkeit der Schnittbildverfahren der Computer- und Magnetresonanztomografie ist die konventionelle Röntgenuntersuchung insbesondere für die Darstellung der Knochen und der Lunge weiterhin als Basisuntersuchung unverzichtbar. Der technische Fortschritt hat auch beim Röntgen Einzug gehalten und so werden die Aufnahmen inzwischen nicht mehr mit analogen Röntgenfilmen, sondern digital aufgenommen. Dadurch kann die Bildqualität bei deutlich reduzierter Strahlenbelastung optimiert werden. Außerdem entfällt das Risiko für Fehlbelichtungen, die früher dazu führten, dass viele Aufnahmen wiederholt werden mussten. Die Radiologie im Martha Maria verfügt über die modernste Röntgengerätegeneration.

Untersuchungsablauf

Die schmerzlose Untersuchung dauert meist nur wenige Minuten. Um eine optimale Bildqualität zu gewährleisten, darf die zu untersuchende Körperregion nicht durch Fremdmaterial z.B. Schmuck oder Bügel-BH überlagert werden. Entsprechend sollten diese vor der Untersuchung abgelegt werden. Geschultes Personal bringt Sie für die angeforderte Aufnahme in die richtige Haltung und betreut Sie während der Untersuchung. Unmittelbar im Anschluss können die digitalen Röntgenaufnahmen befundet werden.

Durchleuchtung

Hierbei werden mit Hilfe von Röntgenstrahlung Bewegungsabläufe dargestellt. Insbesondere bei Patienten mit Schluckstörungen oder Fremdköpergefühl im Hals sollte eine Durchleuchtungsuntersuchung in Form eine Ösophagusbreischluckuntersuchung durchgeführt werden. Dabei wird auf Kommando ein wasserlösliches Kontrastmittel geschluckt. Während des Schluckaktes werden Bilder des Halsbereichs, des Brustkorbs mit der Speiseröhre und des Oberbauchs mit Magen und Darm angefertigt. Dies ermöglicht eine genaue Analyse der einzelnen Phasen des Schluckaktes und das Auffinden von eventuellen Engstellen oder funktionellen Störungen. Die Untersuchung ist vollkommen schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten.

Ultraschall / Sonografie

Bei der Sonografie werden unbedenkliche Schallwellen von einem Schallkopf ausgesendet und unterschiedlich stark von Strukturen im menschlichen Körper reflektiert. Die Schallwellen sind für das menschliche Ohr nicht hörbar. Das Verfahren ist schmerzfrei und bedarf in der Regel keiner speziellen Vorbereitung. Je nachdem welche Körperregion untersucht wird, werden verschiedene Schallköpfe mit unterschiedlichen Eigenschaften verwendet. Insbesondere nahe an der Oberfläche liegende Organe wie die Schilddrüse sind einer Ultraschalldiagnostik optimal zugänglich. Allerdings sind auch tiefer gelegene Organe im Bauchraum so darstellbar. Lufthaltige Organe wie zum Beispiel die Lunge, der Dickdarm oder verkalkte Strukturen wie Knochen sind mit dem Ultraschall nicht ausreichend beurteilbar und können nicht von den ausgesandten Schallwellen durchdrungen werden. Auch hinter der Luft oder dem Knochen liegendes Gewebe ist deshalb nicht weiter auswertbar. In diesen Fällen stehen alternative Verfahren wie die Computertomografie oder Magnetresonanztomografie zur Verfügung.

Interventionelle Radiologie

Aufgrund des technischen Fortschrittes steht eine Vielzahl von minimalinvasiven radiologischen Verfahren zur Verfügung, die unter Bildsteuerung (zum Beispiel Computertomografie oder Magnetresonanztomografie) durchgeführt werden. Sie stellen eine Kombination aus reiner Bildgebung und Behandlung dar und sind eine Alternative oder Ergänzung zu operativen Eingriffen. Häufige Einsatzgebiete sind dabei unter anderem Gewebeprobeentnahmen bei tumorverdächtigen Befunden in der Bildgebung, das Einlegen von Plastikschläuchen in Flüssigkeitsansammlungen nach einer Operation oder das Einbringen von schmerzlindernden Medikamenten zum Beispiel bei Wirbelsäulenproblemen. Viele dieser Eingriffe können auch ambulant angeboten werden.

Minimalinvasive Tumorbehandlungen

Die moderne Radiologie hat sich in den letzten Jahren auch zu einem therapeutischen Fach entwickelt, so dass die Möglichkeit, auch Tumore oder Tumormetastasen mit Hilfe einer Sonde, die direkt in das erkrankte Gewebe eingebracht wird, zu verkochen. Dieses Verfahren wird üblicherweise stationär unter Vollnarkose durchgeführt. Im Gegensatz zu einer Operation ist das Auftreten von Komplikationen seltener und der Eingriff ist für den Patienten deutlich schonender. Bereits nach zwei Tagen kann der Patient in der Regel das Krankenhaus verlassen. Ob diese Verfahren auch bei Ihnen angewendet werden können, hängt von Ihrer individuellen Tumorausdehnung und von Ihrem Allgemeinzustand ab.

Digitale Subtraktionsangiografie (DSA)

Bei der digitalen Subtraktionsangiografie wird typischerweise in der Leiste oder am Handgelenk ein arterielles Gefäß unter örtliche Betäubung steril punktiert. Anschließend wird unter Röntgenkontrolle ein sogenannter Katheter im zu untersuchenden Gefäß positioniert und Kontrastmittel über diesen Katheter gespritzt. Häufig geht es dabei um Engstellen z.B. der Unterschenkelgefäße, die mit einem Ballon nach der Kontrastmitteldarstellung erweitert werden können. In einigen Fällen ist es auch nötig, ein Metallgeflecht (Stent) in das Gefäß einzubringen. Nach der Behandlung wird die Punktionsstelle mit einem Druckverband versorgt, der frühestens nach vier Stunden wieder entfernt werden kann.

Im Gegensatz zur CT- und MRT-Angiografie weist die DSA ein höheres Komplikationsrisiko auf (z.B. Blutung oder Embolie). Außerdem ist die Untersuchungsdauer länger, bietet aber die Möglichkeit der Behandlung von krankhaften Veränderungen im Gefäßsystem. Daher wird die DSA üblicherweise nach einer vorangegangenen Diagnostik mittels CT- oder MRT-Angiografie angewandt.

Herzbildgebung

Herz-CT – sekundenschnelle Vorsorgeuntersuchung

Vor einem Herzinfarkt fürchten sich mehr als die Hälfte aller Bundesbürger. Pro Jahr erleiden über 200.000 Menschen in Deutschland einen Herzinfarkt und mehr als 50.000 versterben daran. Mittels Herz-CT können frühzeitig Veränderungen der Herzkranzgefäße erkannt und entsprechende medikamentöse Therapien oder Änderungen des Lebensstils eingeleitet werden, um einem Herzinfarkt vorzubeugen.

Mit der Herz-CT können insbesondere Verengungen und Verkalkungen der Herzkranzgefäße dargestellt werden. Optimale Bildqualität bei individuell angepasster Niedrigdosisuntersuchung erfordert modernste Technik, die in unserer Abteilung in Form eines high-end Dual Source CT-Gerätes zur Verfügung steht.  In vielen Fällen kann so eine Herzkatheteruntersuchung mit den damit verbundenen Risiken vermieden werden.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Die Bildqualität der Herz-CT wird dabei von der Modernität des verwendeten CT-Geräts, aber auch von einer möglichst niedrigen und regelmäßigen Herzfrequenz bestimmt. Um die Herzfrequenz vor der Untersuchung zu stabilisieren, werden häufig blutdrucksenkende Medikamente eingesetzt (sog. Beta-Blocker). Zur Beurteilung eventueller Engstellen der Herzkranzgefäße wird ein gut verträgliches, jodhaltiges Kontrastmittel verabreicht.

Um den Grad der Verkalkung Ihrer Herzkranzgefäße zu bestimmen, kann zusätzlich ein sogenanntes Calcium-Scoring durchgeführt werden. Mit dem Ergebnis kann das individuelle Risiko abgeschätzt werden, im weiteren Leben an relevanten Engstellen zu erkranken und im Zuge dessen einen Herzinfarkt zu erleiden. Das Calcium-Scoring wird ohne Kontrastmittel und mit äußerst niedriger Dosis durchgeführt.

Herz-MRT

Für die Beurteilung der Pumpfunktion des Herzens oder von Narbengewebe zum Beispiel nach einem Herzinfarkt oder nach einer Herzmuskelentzündung ist die Herz-MRT die Methode der Wahl und der CT diesbezüglich deutlich überlegen. Insbesondere durch den exzellenten Weichteilkontrast können Veränderungen des Herzmuskels optimal dargestellt werden. Eine in den letzten Jahren immer wichtiger werdende Untersuchung ist die sogenannte Stress-MRT. Dabei werden in der CT-Untersuchung beschriebene Engstellen hinsichtlich ihrer Behandlungsbedürftigkeit untersucht. Erweist sich die Engstelle in der Stressuntersuchung als nicht relevant, kann auf eine Herzkatheteruntersuchung verzichtet werden.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Die Herz-MRT zählt zu den technisch schwierigsten Untersuchungen. Umso wichtiger sind daher ein kompetentes Team und die Verfügbarkeit modernster MRT-Geräte. Die Untersuchungsdauer beträgt ca. 30-45 Minuten. Während der Untersuchung werden Atemkommandos gegeben, um die Bildqualität nicht durch Atemartefakte zu verschlechtern. Bei der Stress-MRT wird ein Medikament in eine Vene gespritzt. Damit kann beurteilt werden, ob über eine Engstelle der Herzkranzgefäße noch ausreichend Sauerstoff transportiert wird oder ob es zu einer Minderversorgung des Herzmuskels kommt. Um eine optimale Wirkung des Medikaments zu erreichen, muss im Vorfeld der Untersuchung (>24h) auf das Konsumieren von Getränken und Speisen, die Koffein, Theophyllin oder Theobromin enthalten, verzichtet werden. Dazu gehören Kaffee, Kakao, koffeinfreier Kaffee, Tee, Energy Drinks, Cola und Schokolade. Nach Möglichkeit sollten Sie auch auf folgende Medikamente verzichten:

  • Nitrate (Nitrolinqual, Molsidomin, ISDN, Corvaton o.ä.)
  • Beta-Blocker (z.B. Metoprolol, Beloc Zok, Carvedilol, Bisoprolol)
  • Medikamente mit dem Wirkstoff “Theophyllin”
Ganzkörper-MRT

Mit diesem Verfahren lässt sich der gesamte Körper ohne Strahlenbelastung und ohne Kontrastmittel darstellen. Dabei steht die Früherkennung von Veränderungen im Vordergrund. Dies betrifft sowohl Tumorerkrankungen wie auch Gefäßverengungen. Werden diese Veränderungen frühzeitig erkannt, bestehen häufig sehr gute Chancen die Erkrankung zu heilen oder zumindest ein weiteres Fortschreiten zu verhindern. Je nach Alter, Geschlecht und individuellem Risiko ist es sinnvoll, ein auf Sie individuell abgestimmtes Untersuchungsprotokoll festzulegen

Prostata-MRT

Das Prostatakarzinom ist mit jährlich ca. 50.000 Neuerkrankung in Deutschland die häufigste bösartige Tumorerkrankung bei Männern. Wie bei vielen bösartigen Tumorerkrankungen ist es im Frühstadium meist symptomlos und wird deshalb oft erst spät entdeckt. Bei ca. 30 % der über 50-jährigen Männer und bis zu 70% der 80-jährigen Männer findet sich ein symptomloses Prostatakarzinom. Aufgrund dieser Zahlen ist eine frühzeitige Erkennung des Tumors essentiell.

Dabei spielt die multimodale Prostata-MRT die zentrale Rolle und ist herkömmlichen Vorsorgemethoden wie dem Tastbefund, der Ultraschalluntersuchung oder der Bestimmung des Prostata-spezifischen Antigens (PSA-Wert) aus einer Blutprobe überlegen. Die Prostata-MRT gilt zurzeit als das sensitivste Verfahren einen Tumor zu entdecken, wobei ein unauffälliges MRT die Erkrankung mit hoher Sicherheit ausschließt. Dadurch können eventuell unnötige diagnostische und therapeutische Eingriffe verhindert werden.

Untersuchungsablauf

Entscheidend für eine optimale Bildqualität sind bewegungsfreie Aufnahmen. Da die Untersuchung ca. 30 Minuten dauert, sollten Sie bequem im Gerät liegen und Ihre Harnblase sollte weitgehend entleert sein. Am Tag vor der Untersuchung sollte auf blähende Speisen wie Bohnen wenn möglich verzichtet werden, da größere Luftansammlungen im Enddarm die Bildqualität beeinträchtigen können. Eventuelle Darmbewegungen können mit Hilfe eines gut verträglichen Medikamentes zusätzlich herabgesetzt werden. 

Prostata-Biopsie MRT

Wird ein tumorverdächtiges Areal in der Prostata-MRT entdeckt, sollte dieses Areal gezielt biopsiert werden, um die Diagnose zu sichern und die eventuelle Aggressivität des Tumors und die damit verbundene individuelle Therapie zu bestimmen. Aufgrund unserer langjährigen Expertise verfügen wir als einzige Radiologie im Großraum Nürnberg-Erlangen über die Möglichkeit die tumorverdächtigen Areale auch im MRT zu biopsieren.

Neuroradiologie

Der Bereich der Neuroradiologie umfasst die Bildgebung des Gehirns, der Wirbelsäule und des Rückenmarks. Dabei kommen insbesondere die Computertomografie und die Magentresonanztomografie zum Einsatz.

HNO-Diagnostik

Ob Ohrgeräusch, Schwindel oder Schuckbeschwerden – bei uns sind Sie bei Fragestellungen aus dem HNO-Bereich genau richtig. Neben der Computertomografie und der Magnetresonanztomografie bieten wir als eine der wenigen Radiologien noch die Möglichkeit der Durchleuchtungsuntersuchung an. Diese Technik kommt insbesondere bei Schluckbeschwerden zum Einsatz und erlaubt die Darstellung des Schluckaktes.

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